Ein Verein mit Vision: Arche-Region Kellerwald stellt Weichen für die Zukunft

Der Verein schließt den Prozess zu einem klaren Leitbild erfolgreich ab

Frankenau(C. Müller). Nur wenige Vereine machen sich auf den Weg, um mit dem Prozess der Leitbildentwicklung das Selbstverständnis, die Mission und das Werteverständnis klarer zu definieren. Der Verein Arche-Region Kellerwald, Frankenau & Umgebung ist diesen Weg mit einer Mitgliederumfrage sowie zwei Workshops für Vorstand und Mitglieder zugleich gegangen.
„Dieser Verein ist sehr besonders und einzigartig!“ so Bürgermeister Manuel Steiner, der zugleich Vorsitzender ist. „Der Verein wirkt in vielen Bereichen. Zum einen die Förderung alter bedrohter Haustierrassen, dazu Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltbildung, Nachhaltigkeit und auch Tourismus.“ Um die Vereinsarbeit für die Zukunft gut aufzustellen, fand die Abschlussveranstaltung im Vereinsheim des Rassegeflügelzuchtvereins in Frankenau statt. Die Moderation und die Steuerung des Prozesses übernahm dabei, wie bereits die ersten Workshop, Jessica Albers aus Willingen, die die unterschiedlichen Impulse bündelte und den Weg des Vereins begleitete. „Bei der Leitbildentwicklung geht es nicht nur darum, bunte Zettel an die Wand zu hängen, sondern es kommt viel mehr um auf den Entwicklungsprozess, das Zusammenwirken der Mitglieder und die konkreten Ziele an.“ erläutert Jessica Albers. „Dazu wird die Satzung präzisiert, der Gemeinschaftssinn und der Umgang miteinander gestärkt.“ Offenheit, Respekt und Toleranz waren Begriffe, die die Veranstaltungsreihe mitgeprägt haben. Das zeigt, dass der Verein nicht nur unter sich ist, sondern auch offen für weitere Mitglieder, Akteure und neue Ideen. Die Stärkung des Gemeinschaftssinns, politische Neutralität und gegenseitige Wertschätzung definieren das Miteinander im Vorstand und der Mitgliederversammlung.


Das bestätigt auch die Teilnahme von Hans Martin Schäfer, vom Rassegeflügelverein: „Es sollten noch viel mehr Vereine diesen Weg gehen, insbesondere mit jungen Mitgliedern. Dadurch werden die Vereine zukunftsfähig gemacht.“ Heinrich Caspar, Halter von einigen alten Haustierrassen, unter anderem der Thüringer Waldziege, der deutschen Pute und den Lippe-Gänsen ergänzt: „Wir verfolgen unser Vereinsziel alle ehrenamtlich. Ob bei Landschaftspflegeeinsätzen rund um das Arche-Schiff und am Arche-Erlebnispfad, bei der Versorgung der Tiere und beim überregionalen Austausch mit weiteren Züchtern.“ Im Gegensatz dazu gibt es in Arche-Parks hauptamtliche Tierpfleger, die über Eintrittsgelder, Förderungen oder Stiftungen bezahlt werden.
Das Zertifikat Arche-Region Kellerwald, getragen durch den Verein, wird somit gleichwohl für Einheimische, Gäste und die gesamte Kellerwald-Region durch die ehrenamtliche Leistung erst möglich gemacht. Dadurch werden die Region und auch der gesamte Landkreis Waldeck-Frankenberg nachhaltig gestärkt. Das entwickelte Leitbild wird in der nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt und auch allgemein zugänglich veröffentlicht. Die Arche-Region möchte sich noch stärker für die Halter alter Haus- und Nutztierrassen einsetzen und zugleich dem gesamten Umfeld öffnen.

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